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19. Mai 2011

1300 Kilometer im Porsche 911 nach Wiesbaden

Michael Zimmermann und Gerd Reppe starten im Porsche 911 für den AvD Club Kurhessen bei der Rallye Wiesbaden.

Gerd Reppe, Michael Zimmermann vom AvD Club Kurhessen und Andreas Günther haben den Porsche 911 bestens für die 1300 Kilometer der Rallye Wiesbaden vorbereitet. Foto: Knierim

Dietmar Fuleda, Harald Stiegel, Gerd Reppe, Angelika Winkler-Wohlgemuth, Michael Zimmermann, Andreas Günther und Andreas Wiegand vom AvD Club Kurhes-sen freuen sich auf die 1300 Kilometer der Rallye Wiesbaden. Foto: Knierim

KASSEL / WIESBADEN. Nach genau 40 Jahren lebt sie wieder auf: die Rallye Wies-baden als Langstreckenrallye für historische Fahrzeuge. Mit dabei sein werden Michael Zimmermann und Gerd Reppe im 45 Jahre alten Porsche 911 für den Kasseler AvD Club Kurhessen.

1921 war die erste und 1971 zunächst die letzte Rallye Wiesbaden. Am Start waren seinerzeit auch Wilhelm Kleinbrahm und Klaus Zimmermann. Für den motorsportbe-geisterten Michael Zimmermann ist die Teilnahme also zugleich eine Erinnerung an sei-nen verstorbenen Vater: „Die Rallye zählte zur Europameisterschaft. Mein Vater war als Beifahrer von Wilhelm Kleinbrahm auf einem Opel Manta für den AvD Club Kurhessen am Start. Leider erreichten sie das Ziel nicht, weil sie unverschuldet schwer verunglück-ten“, berichtet Michael Zimmermann. „Den Sieg erzielte damals der spätere Weltmeister Walter Röhrl. Er ist jetzt auch bei der Neuauflage wieder am Start – nur eben 40 Jahre älter“, schmunzelt Zimmermann.

Ihre Chancen ordnen Michael Zimmermann und Gerd Reppe realistisch ein: „Wenn wir unter die ersten zehn kommen, ist das ein gutes Ergebnis.“ Angesicht des Teilnehmer-feldes und des Fahrzeugpotenzials ist dies durchaus zu verstehen: beispielsweise tritt Walter Röhrl in einem Porsche an und der siebenmalige Deutsche Rallyemeister Mat-thias Kahle in einem Werks-Skoda. Weitere in der Szene bekannte Namen wie Thomas Plüschke (BMW 2002), Steffi Edelhoff (Ford RS 2000) oder Wolfgang Reile im circa 300 PS-starken Porsche 3,0 RSR stehen ebenfalls in der Teilnehmerliste.

„Trotzdem werden wir zeigen, dass unser 45 Jahre alter Porsche 911 noch keinen Rost angesetzt hat, was er schon bei so mancher Rallye bewiesen hat“, erklären die beiden Fahrer. Bestens vorbereitet geht der Porsche 911 ins Rennen: „Andreas Günther und sein erfahrenes Team vom Bosch Classic Service Wegener in Kassel haben es sich nicht nehmen lassen, den Boliden für die Langstreckenrallye topfit zu machen“, freuen sie sich über die fachkundige Unterstützung durch eines der wenigen Bosch Classic-Center im deutschsprachigen Raum. Während der Rallye zählen Zimmermann und Reppe auf die Unterstützung des zweiten AvD Club Kurhessen-Teams Harald Stiegel und Angelika Winkler-Wohlgemuth, die in einem Mercedes-Benz dabei sein werden.

Offizieller Start der Rallye Wiesbaden ist am Donnerstag in Hersbruck, es folgen an drei Tagen über 1300 Kilometer mit 15 Sonderprüfungen durch Bayern und die Tschechi-sche Republik. Den Endspurt legen die etwa 30 Teams auf dem Opel Testgelände in Dudenhofen ein, bevor das Ziel in Wiesbaden angesteuert wird.
Obwohl bei der Rallye auf Gleichmäßigkeit gefahren wird, sind sich Michael Zimmer-mann und Gerd Reppe sicher, dass der Gasfuß nicht geschont werden wird – bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 50 Kilometer pro Stunde stellt dieses auf un-bekannten Strecken sicherlich keine besonders leichte Aufgabe dar. (zpk)